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    Verein Furka Bergstrecke - Sektion Stuttgart e. V.

 

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Jahresausflug 2011 der Sektion Stuttgart vom 15.-19. September 2011
Motto: "Wiener Geschichten"

Donnerstag: Ab nach Wien

Es ging früh los, dreiviertel sechs. Mit dabei 14 Sektionsmitglieder und 20 Gäste. Man hatte eine lange Busfahrt bis nach Wien vor sich. Aber schon nach 30 Minuten erster Halt auf der Raststätte Edenberger: Die obligtorische Vesper mit Brezeln, Würsten, Sekt und Orangensaft.

Erster Programmpunkt war gegen Mittag die Besichtigung das Museums der ehemaligen Lokalbahn Salzkammergut (SKGLB). Von 1891 - 1957 war die Salzkammergut-Lokalbahn die Verbindung zwischen Bad Ischl, Salzburg und Mondsee. Das Museum befindet sich im ehemaligen Heizhaus. Bilder, Fahrpläne und viele andere Gegenstände aus dem früheren Bahnbetrieb, aber auch restaurierte Fahrzeuge, zeigen die Geschichte der Bahn.

Museum Mondsee
im Museum Mondsee

Dann ging es weiter über die Westautobahn nach Wien. Untergebracht waren wir im Gartenhotel Altmannsdorf im 11. Bezirk, in der Nähe des berühmten Schlosses Schönbrunn, das ja zum Weltkulturerbe zählt.

Freitag: Stadtrundfahrt

Der Tag begann mit einer dreistündigen Stadtrundfahrt mit Besichtigung der Wiener Sehenswürdigkeiten: Stephansdom, Hundertwasserhaus, eine von 1983 bis 1985 erbaute Wohnhausanlage,... Anschließend ging es weiter mit einer Fahrt durch die schöne Berglandschaft Niederösterreichs, hoch hinauf auf den 2075 m hohen Schneeberg. Und dann stand auch der erste Höhepunkt für die Eisenbahnfreunde auf dem Programm: Die Fahrt mit dem Salamander-Triebwagenzug. Aus dem Internetauftritt der Schneebergbahn:

"Der verwendete Dieselmotor ist einer der modernsten der Welt. Seine Abgase werden über einen Katalysator geführt und gereinigt. Alle Triebwagenzüge sind mit Luftfederung ausgestattet. Die Salamander-Triebwagenzüge sind mit drei, voneinander unabhängigen Bremssystemen ausgestattet."

Der Salamander-Triebwagenzug stammt aus jüngerer Zeit: Baujahr: 1999, Gesamtlänge des Triebzuges: 30.416 mm, Gesamtgewicht des Triebzuges: 41,25 t, Gewicht des Triebkopfes: 15,25 t, Motorleistung: 544 kW.

Salamanderzug
der Salamander-Triebwagenzug der Schneebergbahn

Der Zug fuhr durch eine zauberhafte Landschaft hinauf zum 1800 m hoch gelegenen Bahnhof Schneeberg. Der zweistündige Aufenthalt konnte genutzt werden für einen Besuch des Elisabethen-Wallfahrtskirchleins oder zu einer Wanderung, für die man mit herrlichen Blicken auf das Bergpanorama belohnt wurde. Dann ging es mit dem Salamander-Triebwagenzug zurück nach Puchberg.

Doch der Tag war noch längst nicht vorbei: Im Wiener Hauptbahnhof wurde das Infocenter BAHNORAMA der ÖBB und der Stadt Wien besucht. Es stellt das Projekt Hauptbahnhof der Landeshauptstadt vor. Auf 550 Quadratmeter wird interessantes rund um das Projekt geboten. Auch in Wien gibt es ja ein Jahrhundertbauprojekt, den Umbau des Hauptbahnhofs Wien zum Durchgangsbahnhof. Da kennen sich die Stuttgarter aus. Die Wiener Großbaustelle konnte man schon mal von oben anschauen: Von einem Holzturm aus 40 m Höhe.

Baustelle Hauptbahnhof
die Hauptbahnhofsbaustelle in Wien

Samstag: Wienerwald

Der Vormittag war für eine Rundfahrt durch den Wienerwald reserviert. Der Wienerwald ist ein beliebtes Naherholungsgebiet der Wiener, ein 45 km langes und 20-30 km breites Mittelgebirge, das größtenteils bewaldet ist. Gleich hinter der südlichen Stadtgrenze von Wien, in Perchtoldsdorf, war der erste Stopp. Zu sehen gab es die gotische Hallenkirche aus dem 14. Jahrhundert, den mittelalterlichen Marktplatz mit dem Pestbrunnen und dem größten erhaltene Wehrturm Österreichs. Es ging dann weiter entlang der südlichen Weinstrasse mit den schönen Winzerorten zur bekannten Burg Liechtenstein in Maria Enzersdorf am Rande des Wienerwalds. Die Fürsten von Liechtenstein hatten hier ihren Stammsitz, das Fürstentum Liechtenstein wurde danach benannt. Und dann noch hin zum Wallfahrtsort Heiligenkreuz mit den Klosteranlagen, die 1133 gegründet wurden.

Nach der Mittagspause im Kurort Baden ging die Fahrt dann über Mayerling, durch das herrliche Helental nach Wien-Strasshof. Das Helenental ist ein Teil des Schwechattales im Wienerwald in Niederösterreich. Es beginnt in Mayerling und endet in Baden bei Wien. Die Eisenbahnfreunde kamen nun wieder auf ihre Kosten. Es stand der Besuch des Eisenbahnmuseums "Heizhaus Strasshof" auf dem Programm. Höhepunkt war die Mitfahrt durch das Ausstellungsgelände auf der ÖBB-Variante der E 94, der E 94 Nr. 1020.47. Aus den Mitteilungen des Vereins:

"1954 wurde die 1020.47 als letzte Lok dieser Baureihe in Österreich an die ÖBB geliefert und der Zugförderung Salzburg zugeteilt. Nach ihrer Ausmusterung fand sie vorerst als Vorheizanlage in der Hw. Floridsdorf Verwendung, ehe sie 1986 als Nostalgielok der ÖBB renoviert wurde. Jahrelang stand sie so für die ÖBB-Erlebnisbahn im Raum Wien im Einsatz. 2009 wurde die Lok an die staatliche Eisenbahnsammlung übergeben und gelangte so ins Eisenbahnmuseum Strasshof."

E-Lok 1020.47
die Lok 1020.47 in Strasshof

Anschließen bewirteten uns Mitglieder des Vereins "Das Heizhaus" im Barwagen.

Ein interessanter Tag fand einen vergnügten und stimmungsvollen Ausklang beim Heurigen im Lokal der Familie Maly in Grinzing.

Sonntag: Auf der Spuren der Geschichte

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Geschichte. In Payerbach fanden Feierlichkeiten statt, die der Semmeringbahn galten. Die Semmeringbahn war die erste Gebirgsbahn Europas mit Normalspur und wurde 1854 eröffnet. Strecke und Lokomotivbau der Semmeringbahn gelten als Meilensteine der Eisenbahngeschichte. Sie verband das letzte unerschlossene Teilstück Wien-Italien via Eisenbahn. Seit 1998 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Eine zum Kaiser Franz Josef ernannte Person eröffnete die Festivalität am Bahnhof.

Der weitere Vormittag konnte für verschiedene Aktivitäten genutzt werden:

  • Rundfahrt mit der Autokleinbahn durch Payerbach.
  • Besuch einer Vinothek im Viadukt über das Schwarzatal. Das Viadukt hat eine Lange von 225 m und einer Höhe von 25 m. Es ist das markanteste Zeichen der Semmeringbahn in Payerbach und nun bereits mehr als 150 Jahre alt.
  • Fahrt mit der elektrifizierten, schmalspurigen Höllentalbahn von Payerbach nach Reichenau und Hirschwang und zurück. Alles durch eine wunderschöne Landschaft.

Am Nachmittag dann ein weiterer Höhepunkt unseres Ausflugs und wieder etwas für die Eisenbahnfreunde: Die Fahrt in einem Erste-Klasse-Wagen des ÖBB-Sonderzugs von Payerbach über Semmering nach Mürzzuschlag. Interessant war die Zugbildung: Die kkStB 310.23, historische Wagen, elektrische Schiebelok. Einen Neuaufbau des Kessels der 310.23 sponsterte 1999 teilweise die Modellbahnfirma Roco. Von Roco existiert auch ein H0-Sondermodell der Dampflok. Der alte Kessel ist im Eisenbahnmuseum Strasshof zu sehen.

Dampflok 310.23
Dampflok 310.23 in Mürzzuschlag

Montag: Rückfahrt nach Stuttgart

Die Rückfahrt startete um halb neun in der Früh. Es ging zurück über Linz, Passau und München. Stuttgart erreichten wir um acht Uhr abends. Ein erlebnisreicher Ausflug ging zu Ende.

Text: Eberhard Kühnle und Herbert Genser
Fotos: Rolf Vogler

 

4. März 2012

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