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    Verein Furka Bergstrecke - Sektion Stuttgart e. V.

 

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Jahresausflug der Sektion Stuttgart

Der diesjährige Ausflug vom 16. bis 19. September 2010 stand unter dem Motto "Bahnerlebnisse im Rhonetal".

Donnerstag, 16. September 2010

42 Freunde der Dampfbahn trafen sich kurz nach Sieben zur Fahrt nach Leysin in die Waadtländer Alpen. Halb Acht verließen wir mit dem Bus den Bahnhof Stuttgart-Vaihingen. Am Steuer wie so oft unser Sektionsmitglied Ulf Weidle.

Die Fahrt ging über die A 8 Karlsruhe - Basel, wo wir um 12:15 am Rastplatz Chölfeld eintrafen. Der Halt für eine Versper hat Tradition - Brezeln, Würste, Sekt und Orangensaft. Weiter über Fribourg und Bulle nach Gruyères, einer mittelalterlichen Stadt in der Westschweiz.

Gruyères
in Gruyères

Gruyères ist bekannt für ausgezeichneten Käse, den wir in der Altstadt im Restaurant "des Maison des Tradition" bei einem gemütlichen Glas Wein genossen. Nach dem Rundgang durch die mittelalterliche Altstadt - mit einem Grafenschloss aus dem 13. und 15. Jahrhundert - ging es weiter über den Col de Mosses (1400 m) nach Leysin, dem Kur- und Wintersportort auf 1300 m Höhe in den Waadtländer Alpen. Im Hotel "Le Grand Chalet" bezogen wir unser Quartier.

Freitag, 17. September 2010

Sehr interessant war die Führung mit der Stollenbahn in das Innere der Salzminen des Salzbergs bei Bex. Erste Bauten des Stollens stammen aus dem Jahr 1684. Das Labyrith von Schächten, Stollen und gigantischen Sälen umfasst eine Länge von ca. 50 km.

Anschließend eine Fahrt mit der Bahn der TPC-Betriebsgruppe. "Transport Publics Chablais" ist eine Fusion von AL (Aigle - Leysin), BVB (Bex - Villars - Bretaye) Aigle - Sépey - Diablerets und AOMC (Aigle - Ollon - Monthey - Champery). Näheres findet sich im Wikipedia-Artikel zur TPC .

Die Strecke von Bex nach Villars sur Ollon hat eine Streckenlänge von 17 km, Zahnstangensystem Abt, Neigung bis zu 195 ‰, Betriebsspannung 750 V Gleichstrom. Nach 40 Minuten erreichten wir den Bahnhof Villars sur Ollon. Bis dahin: Herrliche Landschaft, 9 Brücken, ein Tunnel und eine grandiose Überquerung des Viadukts in 1100 m über das Tal der Gryone. Einige Bahnfans nutzen den Aufenthalt, um mit dem Zahnradpendelzug zur Station Bretay am Fuß des Col de Bretay zu fahren. Die Station liegt auf 1800 m. Es ging hinauf im teilweise offenen Wagen - bei schlechtem Wetter, durch Wälder und Bergwiesen und bei einer Neigung von 175 ‰. Nach kurzem Aufenthalt Rückfahrt nach Villars. Am Nachmittag, das Wetter war noch immer schlecht, fuhren über den Col de la Croix (1800 m) nach Diablerets (1200 m), dem Ferien- und Wintersportort am Fuße des Diablerets-Gletschers.

Bahnhof Les Diablerets mit Zug
Bahnhof Les Diablerets

Um 15:48 dann Abfahrt vom Endbahnhof Diablerets mit der ASD-Bahn. Es ging über Le Sépey hinab ins Rhonetal nach Aigle. Streckenlänge 22 km, Zahnstangensystem Abt, Neigung bis zu 60 ‰, Betriebsspannung 1500 V Gleichstrom, 33 Brücken, 6 Tunnels. Es ging durch das zauberhafte Ormonttal zum Abzweig Le Planches auf die 1 km lange Stichstrecke nach Le Sépey. Die Bahn überquerte den 64 m hohen und 196 m langen Viadukt. Weiter dann in das Ormonttal durch Wälder und in mehreren Schleifen abwärts durch die Weinberge von Aigle, mit fantastischen Blick ins Rhonetal und auf das Schloss. Nach 50 Minuten erreichten wir den Bahnhofsvorplatz der mittelalterlichen Stadt Aigle. Sie liegt im berühmten Weingebiet des Chablais im Waadtland. Der Bahnhofsvorplatz ist ein wahres Mekka für Schmalspurfreunde: drei meterspurige Bahnen haben hier ihren Ausgangspunkt.

Ortsdurchfahrt Aigle
Ortsdurchfahrt Aigle

Während des Aufenthalts fuhren Ulf und Eberhard mit vier weiteren Bahnfans von Aigle mit der SBB nach Bexund und mit dem Bus zurück.

Zur Überraschung unserer Reisegruppe fuhren wir nicht mit dem Bus sondern mit der ältesten Bahn, der Chemin der Fer Aigle - Leysin, die ihren Betrieb im November 1900 aufnahm, zur Endstation "Grand Hotel Leysin": Streckenlänge 6,2 km, Zahnstangensystem Abt, Neigung bis zu 230 ‰, Betriebsspannung 1300 V Gleichstrom. Im ersten Streckenteil führte uns die Bahn ca. 1 km als Straßenbahn im Adhäsionsbetrieb durch die Stadt bis zur Kopfstation "Aigle Dépôt" mit anschließendem Fahrtrichtungswechsel. Jetzt ging es im Zahnstangenbetrieb durch die Weinberge und am bewaldeten Talhang - mit toller Sicht ins Rhonetal - über imposante Viadukte empor. Kurzer Halt in der Bahnhofshalle der Station "Leysin Feydey", dann Weiterfahrt durch den Kehrtunnel. Nach 35 Minuten und 1000 m Höhenunterschied befindet sich am oberen Tunnelausgang die Endstation "Leysin Grand Hôtel".

Samstag, 18. September 2010

Um 7:53 fuhr bei Sonnenschein die Bahn von der Station "Leysin Grand Hôtel" nach Aigle. Von hier ging es weiter mit unserem Bus zum Kopfbahnhof Monthey Ville im Wallis. Abfahrt 9:48 mit der AOMC durch das Val dŽIlliez nach Champéry und zurück: Streckenlänge 15 km, Zahnstangensystem Strub, Neigung bis zu 135 ‰, Betriebsspannung 850 V Gleichstrom.

Den einstündigen Aufenthalt nutzten wir, um zum alten Dorf Champéry mit den schönen Fachwerkhäusern des Wallis hinaufzugehen. Von Monthey Ville fuhr der Bus nach zum Bahnhof von Martigny. Um 13:23 dann Abfahrt mit dem Sankt-Bernhard-Express über Sembrancher nach Orsières. Von hier wieder mit dem Bus der MO zum Großen Sankt Berhard (2473 m).

Großer Sankt Bernhard
auf dem Pass Großer Sankt Bernhard

Es folgte eine eineinhalbstündige Führung durch das Hospiz, die Klosterkirche mit ihrem Chorgestühl und das Museum. Das Hospiz wurde im 11. Jahrhundert von dem heiligen Bernhard von Menthon gegründet und bietet bis zum heutigen Tag den Reisenden Herberge. Auch der Zwinger mit den Bernhardinern, die, im Hospiz gezüchtet werden, gehörte zum Besuchsprogramm.

Rückfahrt mit Bus und Bahn nach Martigny und mit unserem Bus weiter zum Hotel.

Sonntag, 19. September 2010

Um 8 Uhr Abfahrt vom Hotel bei herrlichem Wetter. Durch das zauberhafte Rhonetal über Martigny, Sion, Brig und das Gomser-Tal nach Oberwald. Alle warteten voll Begeisterung auf den ankommenden Dampfzug. Um 11:25 fahren wir mit unserer Dampfbahn-Vorspannlok (die Breithorn der MGB) auf dem letzten - am 12. August eingeweihten - Streckenabschnitt unserer Bahn. Nach 35-minütiger Bergfahrt erreichten wir Gletsch. Unser Busfahrer Ulf war mitgefahren und fuhr mit dem Postbus zurück nach Oberwald, um den Bus zu holen. Von Gletsch dann die Fahrt über den Furkapass (2430 m), Realp, Andermatt zur Teufelsbrücke in der Schöllenenschlucht, wo wir eine kurze Pause einlegten.

Bahn Schöllenenschlucht
Bahn in der Schöllenenschlucht auf dem Weg in Richtung Andermatt

Weiter ging es bei Göschenen auf die Autobahn. Auf der Raststätte "Gotthard" wurde Mittagspause gemacht. Weiterfahrt auf der östlichen Seite des Urner Sees über Flüelen und Brunnen. Danach wieder auf die Autobahn Richtung Zürich, Schaffhausen zur Raststätte "Hegau" wo wir eine letzte kurze Pause einlegten. Weiterfahrt auf der A 81 nach Stuttgart-Vaihingen, den wir nach vier erlebnisreichen Tagen gegen 20:15 Uhr sicher erreichten.

Text: Eberhard Kühnle
Bilder: Rolf Vogler

 

1. April 2008

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